Malaysian West Coast – Georgetown / Penang & Langkawi

Für die deutsche Version bitte nach unten scrollen.

Although we had been warned that the scenery would consist of palm plantations only and that palm trees would seem a lot less romantic once you had driven hundreds of kilometers and seen nothing else to your left or right, we decided to take the bus from Singapore to Georgetown on Penang Island. It would take us twelve hours during which Franzl would grow to greatly appreciate the bus’ massage seats – and Sissi would keep on rolling her eyes at a giggling Franzl next to her.

We were pretty exhausted once we arrived in Georgetown – but decided to still check out the Chinese restaurant opposite our hotel. After all Georgetown was supposed to be even more of a foodie-heaven than Singapore. It was late and they were preparing to close. However, an elderly Chinese lady still wheeled around a cart with snacks for the few remaining guests. After we had taken our seats, that same lady tried to vividly explain to us with gestures what one of the snacks was, since we hadn’t quite figured out her Chinese description. Franzl, who was hungry and couldn’t interpret her sign language, just gestured back to her to load his plate with it. Sissi had at the same time suspiciously looked at the snacks from a close distance and was laughing too hard to warn him, as he was about to take his first bite. Only when he tried to chew and swallow and when his face grew more and more discomfited Sissi managed to stop laughing and finally called out “Man, you are eating chicken feet!” Not surprisingly, Franzl didn’t have much more of a dinner that night.

By day Georgetown turned out to be a gem of a city. Walking its streets was like walking through history. Colorful old Chinese clan houses the size of palaces demonstrated not only masterful Chinese architecture but also the clans’ powerful status in the city’s past. Little India lured with its food stalls and tailor shops. Magnificent administrative buildings reminded us of the fact that Georgetown had once been an important trading point within the British Empire. And countless young Malay entrepreneurs had opened hidden bars, tiny bakeries, hip restaurants – seamlessly fitting into the city’s multicultural fabric. Beach Street Bakery with its nearly 30 different cakes on offer particularly fascinated Sissi. We went there every single day and every time it took her forever to decide which cake to order.

We thoroughly enjoyed Georgetown’s endless food choices and cursed the fact that the number of meals one could consume per day was biologically limited. We also loved the hotel we stayed in. Campell House was a historic building itself and its interior made us feel like travelers a hundred years ago.

After a couple of days of eating our way through Georgetown we took the ferry to Langkawi, an island to the north of Penang. When Sissi had lived in Thailand more than ten years ago she had heard fabulous stories of Langkawi and since then had been dreaming of going there. Accordingly, her expectations were high. Although we stayed in a cool little boutique hotel the island somehow disappointed. Maybe it was the weather that brought more rain and wind than sunshine and blue skies. Maybe we had based ourselves in the wrong and touristy part of the island. Maybe we didn’t have enough energy to discover the off-the-beaten track destinations on Langkawi. Whatever it was, we simply couldn’t shed the impression that the endless international flights to the island had turned it into a duty free weekend shopping paradise rather than a remote get-away.

We still had a good time though, thanks to a lot of outstanding food stalls – Malaysia turned out to be a true foodie-destination – especially at Langkawi’s night market. Among all of these, there is one little place that we recommend to ice cream lovers around the world: Gelateria del Corso Centro. We literally bumped into this place on the way home the day after it had opened and probably became their first repeat customers (repeat like in three times within 24 hours). Apart from making fresh, fantastic flavors every day, they blew Franzl away with their specialty: Dark Belgian Chocolate with a shot of Japanese Hibiki Single Malt. Awesome! Other than indulging ourselves in ice cream binges, we lounged around the hotel pool with a book in our hands; walked on the beach admiring the finest, whitest sand we had ever seen; simply used the time to recharge.

Hoping that the remote island paradise we were looking for was still ahead of us we continued our journey. Maybe we would find it in Thailand, our next destination.

Andere Reisende hatten uns ausführlich gewarnt: hunderte von Kilometern nichts als Palm-Plantagen! Ein wenig romantischer Anblick. Trotzdem entschlossen wir uns, mit dem Bus von Singapur nach Georgetown zu reisen. Statt der vom Busunternehmen angegebenen acht Stunden dauerte es dann ganze zwölf bis wir unser Ziel an der Westküste Malaysiens erreicht hatten (inklusive der letzten zwei in einem klapprigen PKW mit ständig keuchendem und rülpsendem Chauffeur). Zwölf Stunden, in denen Franzl die Massagesitze des Buses zu schätzen lernte und Sissi beim Anblick ihres pausenlos kichernden Begleiters ununterbrochen die Augen rollte.

Wir waren ziemlich erschöpft, als wir schlussendlich in Georgetown ankamen, wollten aber noch ein chinesisches Restaurant in der Nähe ausprobieren. Georgetown wurde als Gourmet-Hochburg gepriesen und folglich konnten wir nicht früh genug damit beginnen, uns selbst von der Rechtmäßigkeit dieses Beinamens zu überzeugen. Es war schon spät und die Restaurant-Mitarbeiter waren bereits dabei den Laden zu schliessen. Eine ältere chinesische Dame rollte für ein paar verbleibende Gäste noch ihren Wagen mit Snack-Spezialitäten durchs Lokal. Vergeblich versuchten wir, ihre chinesischen Erläuterungen zu den verschiedenen Köstlichkeiten zu verstehen. Da Worte nichts halfen, ging sie schliesslich dazu über, den Inhalt ihrer Blechdosen in lebhaften Gesten darzustellen. Weil der schon ziemlich hungrige Franzl die chinesische Essenspantomime aber nicht entschlüsseln konnte, zeigte er willkürlich auf den duftenden Inhalt einer Blechdose und gestikulierte der Dame, etwas davon auf seinen Teller zu laden. Sissi hatte in der Zwischenzeit den Inhalt besagter Blechdose aus nächster Nähe inspiziert und als Franzl seinen ersten Bissen nahm, war sie schon einem Lachanfall erlegen. Erst als Franzl vergeblich versuchte zu kauen und zu schlucken und sein Gesichtsausdruck immer verzweifelter wurde, konnte Sissi laut prusten: „Das sind Hühnerfüße!“ Wenig überraschend hatte Franzl für den Rest des Abends nicht mehr so viel Appetit.

Bei Tagesanbruch entpuppte sich Georgetown dann aber als wahres Juwel. Ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen und Straßen der Stadt fühlte sich für uns an, als spazierten wir durch lebendige Geschichte. Farbenfrohe, alte chinesische Klan-Häuser mit palastartigen Dimensionen führten uns vor Augen, welch wichtige Stellung die chinesische Bevölkerungsgruppe in der Geschichte der Stadt hatte (und welche Meisterwerke traditionelle chinesische Architektur hervorbringen konnte). Little India bezauberte uns mit seinen verlockend duftenden Essensständen und bunten Schneiderläden. Ausladende administrative Gebäude erinnerten uns daran, dass Georgetown einst ein wichtiger Handelspunkt im britischen Empire war. Malaiische Unternehmer hatten in den letzten Jahren unzählige Bars, Bäckereien und Restaurants eröffnet – manche davon so klein, dass man sie auf den ersten Blick leicht übersah, aber alle davon verströmten ein Flair an multikultureller Gelassenheit, das in Georgetown allgegenwärtig schien.

Beach Street Bakery mit ihren fast dreißig verschiedenen Kuchen in der Vitrine hatte es Sissi besonders angetan. Jeden Tag pilgerten wir in den versteckt gelegenen Laden in einem alten Kolonialgebäude und jeden Tag benötigte Madame ewig, um sich zwischen den süßen Meisterwerken zu entscheiden.

Wir genossen die Vielfalt an herausragenden und gleichzeitig erschwinglichen Essensgelegenheiten in Georgetown ungemein. Immer wieder verfluchten wir die Tatsache, dass die Menge an Essen, die ein Mensch täglich aufnehmen konnte, biologisch begrenzt war. Wir waren auch von unserem Hotel restlos begeistert – ein altes, denkmalgeschütztes Gebäude mit einer Einrichtung, die an den Beginn des 20. Jahrhunderts erinnerte.

Nachdem wir uns einige Tage lang quer durch die verschiedenen Bezirke Georgetowns gegessen hatten, nahmen wir die Fähre auf die nördlich gelegene Insel Langkawi. Als Sissi vor mehr als zehn Jahren in Thailand gelebt hatte, hatte sie viele großartige Reiseberichte über Langkawi gehört und dementsprechend hoch waren ihre Erwartungen. Obwohl wir in einem sympathischen Boutique-Hotel wohnten, enttäuschte Langkawi irgendwie. Vielleicht lag es daran, dass das Wetter mehr Wind und Regen als Sonnenschein und blauen Himmel brachte. Vielleicht hatten wir den falschen Ort für unsere Unterkunft gewählt. Vielleicht hatten wir nach vielen Wochen des Reisens einfach ein kleines Tief und nicht genug Energie, die versteckten Höhepunkte Langkawis ausfindig zu machen. Was immer auch der Grund war, wir wurden das Gefühl nicht los, dass die unzähligen Direktflüge aus allen Gegenden Asiens Langkawi von einer einsamen Trauminsel in eine überlaufene Wochenend-Duty-Free-Shopping Destination verwandelt hatten.

Wir verbrachten dennoch eine gute Zeit auf Langkawi – auch dank der unzähligen guten Restaurants und Essensstände (vor allem auf dem etwas abseits gelegenen Nachtmarkt). Malaysien hatte sich wahrlich als ein Land für Gourmets entpuppt. Besonders angetan hatte es uns ein Eisladen, den wir von ganzem Herzen allen Eiscreme-Liebhabern empfehlen: die Gelateria del Corso Centro. Wir stießen rein zufällig auf das unscheinbare Lokal – genau einen Tag, nachdem es eröffnet hatte – und wurden wohl zu den ersten „Stammkunden“ (mit drei Besuchen innerhalb von 24 Stunden). Neben außergewöhnlichen und fantastisch schmeckenden Geschmacksrichtungen (wie Ananas-Pfeffer) begeisterte Franzl vor allem folgende Köstlichkeit: dunkles belgisches Schokoladeneis serviert mit einem Schuss japanischen Single Malt Whiskeys. Genial! Wenn wir nicht gerade Eiscreme verkosteten, genossen wir unsere Zeit am Pool, gingen lange am Strand spazieren (wir bewunderten dabei den weißesten und feinsten Sand, den wir bis dahin je gesehen hatten) und tankten Energie für unsere weitere Reise.

In der Hoffnung, dass das Inselparadies unserer Träume noch vor uns liegen möge, zogen wir weiter. Vielleicht würden wir es ja in Thailand, unserer nächsten Destination, finden.

 

Leave a comment